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Was dürfen Luftbilder kosten

Sind Luftbilder ihren Preis wert? Was dürfen sie kosten? Und wie entsteht der Preis?

In den letzten Jahren hat sich der Wettbewerb unter Anbietern für Luftbilder und Videos von oben verschärft. Während vorher es meist einen hohen technischen Aufwand mit viel Elektronik Verständnis erforderte und den Willen den Multicopter und Kamerasystem selbst zu gestalten, so sind nun viele „Fertig“ Angebote auf dem Markt die es Jedermann ermöglichen Aerial Aufnahmen anzufertigen. Vor allem private Leute sind in Konkurrenz zu gewerblichen Anbietern die „mal eben“ ohne Einhaltung gesetzlicher Auflagen ein paar Schnappschüsse liefern. Spätestens seit Hersteller DJI mit der Phantom Serie ein perfektes System anbietet und mit einer Investition von unter 1000€ das ganze qualitativ hochwertige Aufnahmen liefert entsteht ein Massenmarkt.

Doch sind 1000 € das notwendige Investitionspotential welches es zu refinanzieren gilt?

Wir halten zum Beispiel den aktuellen DJI Phantom 3 für ein durchaus qualifiziertes System um Aufnahmen zu machen. Absolute Profi Systeme auf Basis von Microkopter oder DJI S1000 kosten mit Kamera bereits weit über 10.000 € und wer einen Anbieter mit solchen Highend Systemen bucht wird Preise von 2.000 €/ Tag zahlen müssen und diese sind in dem Fall gerechtfertigt.

Welche Kosten entstehen wirklich?

Als Beispiel nehmen wir einen DJI Inspire 1 mit X3 Kamera. Nehmen wir an wir wollen auch mit einem Kamera Operator arbeiten und für Video Aufnahmen die Kamera unabhängig vom Fluggerät steuern. Wir haben somit eine Investition von 3.600 € zu tätigen. Da wir aber mit einem einzigsten Akku nicht weit kommen investieren wir in zusätzlich 3 weitere Akkus und 1 weiteres Ladegerät. Somit sind wir bereits bei 4.400 € angekommen.
Nur die Hardware zu besitzen ist zwecklos, nun gilt es das System auch zu versichern: 200€ / Jahr und eine Aufstiegsgenehmigung für das Bundesland einzuholen: 200 €/ 2 Jahre. Zudem sind Akkus Verschleißteile und müssen ab und zu erneuert werden: 400€/ Jahr. Einzelne Kosten für extra Genehmigungen und Behörden lassen wir verdeckt, diese sind für den Einzelfall zu kalkulieren, auch wenn eine Aufstiegsgenehmigung für ein anderes Bundesland benötigt wird.
Somit können wir jetzt Aufnahmen erstellen. Doch was wir haben ist bis hierhin Rohmaterial. also kaufen wir noch etwas Software, zum Beispiel:

  • RAW Entwicklungs Tools – 200 €
  • Photoshop / Lightroom Lizenzen – 200 €
  • Videoschnitt Software – 600 €
  • Panorama Stitching Software – 300 €
  • Panorama Player Tools – 300 €

So könnte man das weiterführen. Zu den ganzen Investitionen kommt nun noch etwas was sich nicht in Euro bemessen lässt: ZEIT. Denn die Dinge nur zu besitzen ist keine Herausforderung. Das System zu fliegen, die Aufnahmen zu machen, einen Sinn für Bilder und Videotakes zu entwickeln braucht enorm viel Übung. Und der Umgang mit Phot und Videosoftware erlernt sich nicht von heute auf morgen sondern braucht unzählige Nächte intensiver Anwendung und Bereitschaft zu lernen.

Luftbildaufnahmen haben ihren Preis!