Mission Hub Test

So sieht das Ergebnis aus wenn man einen Waypoint Flug automatisiert. Vorher mit Litchi im Mission Hub geplant, kann man vor allem prima Abstände zu Gebäuden, aber auch der Bahnstrecke planen und kalkulieren. Die Kamera wird automatisiert auf POIs ausgerichtet. Dann fehlt am Ende nur der perfekte Standpunkt um den Kameracopter jederzeit im Auge haben zu können um Notfalls einzugreifen, aber auch der war schnell gefunden. Vom Plan zum Ergebnis in ca. 10 Minuten!

Plan im Litchi Hub

litchi

FlyLitchi Mission

Ergebnis

Viele Einsätze vorerst unmöglich.

Mit wirksam werden der neuen Drohnenverordnung zum 7. April 2017 müssen wir mitteilen das ein erheblicher Teil von Projekten derzeit nicht mehr umsetzbar ist. Dies betrifft auch einige bereits vorgeplante Aufnahmen.

Mit der neuen Verordnung, von Verkehrsminister Dobrindt auf den Weg gebracht, wurden einige Neuregelungen durchgeführt welche insbesondere Multicopter wie unsere betreffen.

Insbesondere der Paragraph 21 Punkt 5, indem der Einsatz verboten wird:

über und in einem seitlichen Abstand von 100 Metern von Bundesfernstraßen, Bundeswasserstraßen und Bahnanlagen, soweit nicht die zuständige Stelle dem Betrieb ausdrücklich zugestimmt hat,

hat es in sich. Das man private Betreiber davon abhält ist nachvollziehbar. Wir waren davon ausgegangen das die „zuständige Stelle“, hier wird das jeweilige Landesluftfahrtamt genannt, auch für gewerbliche Zwecke Genehmigungen erteilen kann. Dem ist nun aber scheinbar nicht so, denn auf erste Anfragen hin haben die Ämter angegeben solche Ausnahmegenehmigungen nicht erteilen zu wollen.

Wir sind bisher davon ausgegangen das dieser Punkt einen finanziellen Einfluss auf Einsätze hat durch die notwendige Einholung der Sondergenehmigung und damit anfallenden Gebühren. Da diese aber aktuell gar nicht gegeben wird, wäre der Einsatz an diesem Objekten illegal.

Autofahrer könnten abgelenkt werden

Wir sind vor allem darüber erzürnt wie bei dieser Sache argumentiert wurde. In der begleitenden FAQ zur neuen Verordnung wurde diese Regelung so erläutert das man im besonderen bei den Bundesstraßen die Gefahr sieht das Autofahrer von einer fliegenden Drohne abgelenkt werden könnten. Wir halten das für möglich, aber dann wäre hier keinerlei Unterschied zu machen mit Bundesstraßen oder anderen. Auf allen Straßen wo Autos unterwegs sind besteht die Chance das ein KFZ Führer nicht auf die Straße schaut sondern zu einem Flugobjekt am Himmel, so er dieses wahr nimmt.

Wir bitten um Verständnis das wir diverse Aufträge absagen müssen, aktuell gibt es keine andere Möglichkeit. Wir werden das Thema verfolgen und bleiben dran. Wir hoffen das hier etwas in die Gänge kommt womit das Luftfahrtamt eine entsprechende Genehmigung erteilen kann, die Genehmigung für den Endkunden bezahlbar bleibt und schnell genug eingeholt werden kann. Sollte dies in den nächsten Wochen nicht erfolgen werden wir uns leider aus diesem Wirkungsbereich zurück ziehen.

Wir haben beim Thüringer Landesverwaltungsamt schriftlich nachgefragt wie dies im speziellen in Thüringen in Zukunft gehandhabt werden soll, bisher aber noch keine Antwort erhalten.

SafeDrone Zertifizierung

Unser Pilot hat den Lufthansa SafeDrone Zertifizierungsprozess durchlaufen (Registrierung, Registrierung UAV, Schulung, Prüfung) und wir erklären hiermit auch die Einhaltung des SafeDrone Code of Conduct. Auch wenn diese Regelungen nichts neues darstellen, beinhalten sie doch alle rechtlichen und sicherheitstechnischen Rahmenparameter die man sowieso zwingend beachten sollte wenn man mit Multicoptern gewerbliche Aufnahmen erstellt.

Rückblick 2016

Ein kurzer Rückblick auf das Jahr 2016 welches nun dem Ende entgegen geht.

In diesem Jahr hatten wir unzählige Aufträge und eine kurze Zählung brachte:

  • 4200 Bilder
  • 525 Video Takes
  • 1,2 Terabyte Material
  • 69 Agentur Partner

Da viele der Aufnahmen für Kunden und das TV entstanden sind und diese oft noch gesperrt sind da noch nicht veröffentlicht, haben wir leider nur wenig öffentlich verwertbare Videos. Einige Auszüge von Bildern findet ihr auf www.skyspots.de.

 

Multicopter Schulungen und Befähigungsnachweis

Mittlerweile haben wir nun auch den 40. Befähigungsnachweis im Anschluss an einen unserer intensiven Multicopter Tageskurse ausgestellt.

Auch wenn der Befähigungsnachweis, wie er in der Regel zur Beantragung einer Aufstiegserlaubnis verlangt wird, kein rechtliches Dokument darstellt und es dafür keine Rahmenbedingungen und Vorgaben gibt, so befinden wir uns mit unserer Eigenentwicklung auf dem richtigen Weg. Vor allem das Feedback der Teilnehmer bestätigt uns hier den richtigen Rahmen und die passenden Inhalte gefunden zu haben. Somit lassen sich unsere Schulungsinhalte immer weiter verfeinern und verbessern. Mittlerweile haben wir auch gelernt unsere Drohnen Schulungen auf die Einsatzzwecke der Teilnehmer auszurichten. Egal ob hier ein privater Einsatzzweck verfolgt wird oder ein gewerblicher.

Unsere Schulungen bieten wir nicht mit feststehenden Terminen vorab an. Haben sie Interesse so melden sie dieses bei uns einfach an. (Schulungen von 1 -10 Personen)

Schulung Inhalte

  • Flugsicherheit / Luftfahrtrecht
  • Genehmigungen / Aufstiegserlaubnis
  • Haftpflichtversicherung
  • Betriebszeiten / Betriebsraum
  • Datenschutz / Urheberrecht
  • Multicopter Technik
  • Akku Technik
  • Flugvorbereitung
  • Flugeigenschaften und Manöver
  • Praktische Flugschulung
  • Befähigungsnachweis

 

 

Angst vor Drohnen Aufnahmen

Inspire1 X5

Inspire1 X5

Die unbegründete Angst vor Drohnen Aufnahmen.  Was ist dran an den Späh Bildern?

Angst vor Drohnen. Des öfteren, wenn wir für Auftragsarbeiten unterwegs sind, werden wir von Passanten angesprochen zu der Sache die wir tun. Meist sieht man unsere Multicopter am Himmel und spricht uns dann an. Oftmals stehen die Passanten auch nur in der Nähe und schauen zu ohne sich zu trauen uns anzusprechen.
In der Regel kann man die Kontakte zu den Zuschauern einfach unterteilen in 90% der Leute die neugierig sind und sich für die Technik interessieren und das ganze toll finden. Überwiegend  kommen gute Gespräche mit den staunenden Passanten zustande. Und der ein oder andere der in der Nachbarschaft wohnte hat von uns gleich ein kostenloses Luftbild seines Grundstücks erhalten, die Kamera war ja eh einmal in der Luft.

Da wäre dann noch die anderen 10 Prozent. Diese kann man unterteilen in 5% der Leute die sofort motzen und sich beschweren oder sogar meinen sie können unsere Arbeit unterbrechen. Diese werfen uns gleich die tollsten Auslegungen von Gesetzen vor die Füsse, wie zum Beispiel: „Sie müssen erst hier alle Bewohner um Erlaubnis bitten….“ oder einfach nur „das ist hier verboten“. In der Regel kann man mit diesen Leuten nicht normal sprechen und die Gespräche verlaufen zu unterschiedlichen Enden. Des öfteren wird auch mit der „Polizei“ gedroht, aber bis heute hatten wir noch keinen Fall wo diese jemals wirklich auftauchte. Bei anderen Personen reicht etwas anstregende Aufklärungsarbeit um weiter ungestört und konzentriert Aufnahmen machen zu können. Und einigen Leuten muss einfach nur klar und deutlich erklärt werden das sie sich nicht als Flugsicherungsmitarbeiter aufzuführen haben und wir es sind die die Polizei holen um weiter arbeiten zu können.

Ein weiterer Anteil von 5% der Passanten ist verunsichert und möchte wissen was vor sich geht. Die ist der interessante Teil Passanten, mit denen kann man oft intensive Gespräche führen, kann aufklären und erhält am Ende oft Verständnis, ein Dankeschön, und ein gutes Gefühl jemanden die Angst vor den bösen Drohnen genommen zu haben.

Angst vor Bildern privater Grundstücke

Die wohl häufigsten Bedenken haben Menschen das jemand Bilder von Dingen macht die er sonst nicht sehen darf. Doch geht das überhaupt?
Wir sind der Meinung das ist gar nicht effektiv möglich mit einem Multicopter (Drohne).

  • Multicopter und die verwendeten Kameras sind super geeignet um Übersichtsaufnahmen, Landschaftsaufnahmen oder ähnliches zu machen. Die meisten Bild Aufnahmen entstehen aus einer Höhe von 40-60 Meter, je nach Objekt. Große Firmen-komplexe werden sogar aus 100 Metern Höhe fotografiert um überhaupt eine komplette Übersicht erhalten zu können.
  • Bei Videoaufnahmen kann man im Prinzip zwei Anwendungsfälle unterscheiden
    • Der Kran Ersatz: Hierbei werden Aufnahmen bis in maximal 10 Meter Höhe gemacht um Details auf den Bildern zu haben, zum Bsp. von Gärten, Teichen, Beeten, Wegen oder anderen. Hier sind fremde Grundstücke niemals im Fokus, und der TV Sender würde jegliche Detailaufnahmen anderer Grundstücke rigoros heraus schneiden.
    • Panorama Videos: Hier werden Aufnahmen aus größeren Höhen aufgenommen um zum Bsp. zu zeigen wie ein Gebäude in der Umgebung eingebettet ist oder wie die Landschaft aussieht. Solche Panoramaaufnahmen enthalten kaum nennenswerte Details.
  • Multicopter haben keinen nennenswerten Zoom. Um ein schweres Teleobjektiv zu tragen sind die meisten Multicopter nicht geeignet. Aus einem mann tragenden Flugzeug heraus mit entsprechenden Equipment könnten viel bessere Detail Aufnahmen generiert werden als mit einer Kameradrohne.
  • Multicopter wären für den Zwecke „heimlicher Späh Aufnahmen“ alleine deshalb ungeeignet weil jedermann sie am Himmel sieht und vor allem auch hört. In sinnvoller Höhe geflogen erkennt zudem jeder einfach für was die installierte Kamera sich interessiert und was sie aufnimmt. Auch hier gilt, ein Teleobjektiv ist leise und unauffällig und leistet in der Regel bessere Dienste.
  • Um „Detailaufnahmen“ in fremden Grundstücken zu machen und auf diesen Fotos wirklich verwertbare Details zu haben muss man wirklich sehr tief in die fremden Gärten absteigen, Flughöhe weit unter 10 Meter, und dies ist oft durch die begrenzte Sicht, Bäume, Gebäude, gar nicht sicher möglich. In dem Fall würde sich der Pilot ebenfalls nah am Objekt befinden müssen um auch die Bild / Fernsteuerungs Übertragung sicherstellen zu können.

Bilder in fremde Fenster

Auch das ist ein oft genanntes Vorurteil gegenüber Kamera-Coptern. Gleichzeitig ist das unserer Meinung nach das absurdeste.

  • Die Lichtverhältnisse im Freien führen in der Regel dazu das man tagsüber gar keine Details in einem fremden Fenster aufnehmen könnte. Man sieht in Fenstern nur schwarz….
  • Um Details in einem Fenster zu sehen müsste man die Kameradrohne so nah an das Fenster heran steuern, das ganze wäre viel zu auffällig zu offensichtlich und zu unsicher. Bei entsprechenden Lichtverhältnissen wären Bilder nur am Abend oder in der Nacht mit brauchbaren Ergebnis. Auch hier gilt: Eine Kamera mit Teleobjektiv wäre unauffälliger und technisch überlegen.

Sonstige Bedenken

Was haben wir sonst noch so erlebt. Neben wirklich an den Haaren herbeigezogenen Fantasien gibt es noch eine Sache die uns wirklich vorgehalten wurde: Wir würden mit der Drohne die „Dachflächen“ und „Betonflächen“ von Grundstücken vermessen damit der Wasserversorger die Abwassergebühren auf Basis dieser Daten kontrollieren und ggf. anheben könne.
Mit Tools wie zum Bsp. Pix4D ist sowas vielleicht wirklich möglich, aber wir bezweifeln das dies ausreichend genaue Daten ergeben würde das auf Basis derer wirklich Gebührenbescheide erstellt werden könnten.

Abstürze von Drohnen

Ein Bedenken was uns gegenüber interessanterweise nie geäußert wurde ist die Angst davor, das eine Drohne abstürzen könnte und Fahrzeuge oder Dächer beschädigen. Oder gar Personen verletzen.

Beispiel Bilder

DJI_0001 Eine Luftaufnahme eines Ortes. Diese Übersichtsaufnahme ist rechtlich unbedenklich als Panoramaaufnahme anzusehen und zeigt keinerlei verwertbare Details. Selbst den Hausbesitzern ist es oft nicht ohne weiteres mögliches eigene Grundstücke zu finden. Personen nicht nicht erkennbar
DJI_0257 Detail Bild auf einem Firmen Gelände. Obwohl hier bereits im Detail ein einzelnes Grundstück mit Personen aufgenommen wurde, aus einer Flughöhe von ca. 30 Metern, ist es unmöglich Personen namentlich zu erkennen. Es ist fast unmöglich sich selbst zu erkennen!
DJI_0045 Übersichtsbild eines Ortes. Obwohl hier die Flughöhe bei der Aufnahme gering war, ist es nicht möglich Gebäude mit Adressen zu verknüpfen. Wer das wollte, hat es auf Google Maps viel einfacher, dort kann er jede beliebige Strasse / Hausnummer im Detail anfragen und erkennen. Wer findet den grünen Skoda?
Detail Aufnahme eines Hauses. Auch bei direkter Annäherung an das Objekt ist es nicht möglich in den Fenstern Details zu erkennen, welche Personen sich darin befinden, oder welche Räume.

Viele weitere Beispiel Bilder hier.

Fazit

Auch hier ist es wie so oft, nur wenig Aufklärung ist vorhanden welche die Details vermittelt. Bedenken basieren oft auf Halbwissen, Hörensagen, dramatisierten Berichten in den Medien oder Ammenmärchen wie dem „Foto der nackten Frau am Pool“.  Die nackte Frau am Pool wird uns wirklich in Gesprächen oft an erster Stelle genannt! Auch das Wissen über die gesetzlichen Regelungen ist in der Bevölkerung meist nur äußerst lückenhaft vorhanden. Vorkommnisse einzelner „hirnloser“ Piloten die es mit ihren unverständlichen Aktionen in lokale Zeitungen geschafft haben stellen eine gesamte Branche in ein schlechtes Licht. In Wirklichkeit gehen vor allem die gewerblichen Dienstleister oft äußerst vorbildlich voran und werden vor allen den Auflagen zum Schutz der Privatsphäre anderer Personen mehr als gerecht.