h520

H520 Drohne für die Bergwacht

Für den Einsatz einer Drohne bei der DRK Bergwacht Meuselbach startete im Jahr 2017 ein Projekt welches von der Konzeption bis zur Umsetzung durch uns mit betreut wurde. 

Die Konzeption sieht den Einsatz des Multicopters für verschiedene Anwendungsfälle vor:

  • Erkundung und Lagebilderstellung
  • Personensuche und Ortung
  • Detektion und Vermisstensuche
  • Übung und Ausbildung
  • Technische Unterstützung und Inspektion

Nach der generellen Konzeption wurde die Einführungsphase gestartet

Yuneec H520

Als Copter für die Bergwacht wurde natürlich ein Yuneec H520 ausgewählt. Der Hexacopter ist speziell für den BOS Einsatz designed und stellt im Einsatz ein zuverlässiges Werkzeug dar. Das System ist durchdacht und vielfältig einsetzbar. Zur Ausstattung für die DRK Bergwacht gehören zum System:

  • Yuneec H520
  • Weitere Akkus mit DY5 Ladestation
  • Wärmebildkamera
  • Inspektionskamera
  • System Koffer
  • Rucksack für den Einsatz im Gelände

Schulung

drohne schulung
Praxis Schulung

In der ersten Schulung erfolgten sowohl eine theoretische Schulung der Kammeraden der Bergwacht wie auch eine Praxisschulung an fliegenden Gerät. Auch praktische Vorkrentnisse waren bei Teilnehmern bereits vorhanden. 

Übergabe

Anfang August 2018 wurde die H520 an die Bergwacht übergeben. Neben der Vorführung des Systems gab es bereits eine erste Einweisung. Später wurden die Keyuser der Drohne im besonderen auf das System geschult.

übergabe drohne
Übergabe H520 an die Bergwacht

Das Projekt ist mit der Inbetriebnahme definitiv noch nicht abgeschlossen, wir werden auch weiterhin die Bergwacht Meuselbacht unterstützen und sind vor allem auf die ersten erfolgreichen Einsätze gespannt.

Links

Drohnenverordnung verpufft

Die neue Drohnenverordnung ist wertlos. Sie ist nicht wirkungsvoll genug, beschneidet vor allem die Profis die versuchen sich an Regeln und Auflagen zu halten und öffnet die Türen den „mir doch egal“ Piloten.

Als die neue Verordnung verabschiedet wurde und in 2017 zur Anwendung kam haben wir das ganze zu Beginn für sinnvoll gehalten. Wir haben schon immer versucht uns an die Regeln und Richtlinien der Luftfahrtordnung zu halten. Und darüber hinaus auch ein Gespür dafür zu etnwickeln ob Flug Aktionen sicher sind oder ob sie für jemanden eine Gefährdung darstellen können. Nun nach einigen Monaten der Anwendung sehen wir die Auswirkungen kritisch.

Wir selbst als professioneller Anbieter von Luftaufnahmen haben selbst ca. 3/4 des Geschäftes verloren. Dafür verantwortlich sind entweder Auflagen die den Einsatz gesetzeskonform unmöglich machen oder aber einfach die unklare Situtation vorab was die Auflagen angeht. Anrufe von Kunden in der Art: „Könnt ihr morgen mal…..“ sind unmöglich, der Aufwand zur Klärung vorab ist zu groß und es dauert zu lange.

Was Aufträge verhindert

  • unklare Aufstiegsgenehmigungen vor Ort bzgl. Eigentümern von Grundstücken usw.
  • besondere Genehmigungen sind einfach nicht schnell genug zu erhalten bis zum Einsatztermin
  • die Kosten für Sondergenehmigungen sind zu hoch und werden vom Kunden nicht getragen
  • „Wohngebiete“, oder Bundesstraßen in der Nähe
  • die Kosten für Ausnahmegenehmigungen können vorab nicht eingeschätzt werden und die Kalkualtion für Kunden ist unmöglich

Was andere tun

Stärker als früher sehen wir nun bei getätigten Aufnahmen das nun oft Anbieter Aufnahmen anfertigen die sich „um nichts Gedanken machen“ und einfach ihre Drohnen benutzen ohne Rücksicht auf Regeln. Dabei geht es nicht einmal um die Regeln der Verordnung, sondern oft auch einfach um Best Practice Verfahren die man nicht auf Papier geschrieben benötigt….

  • Über Menschenansammlungen zu fliegen schreckt nicht ab und wird ohne Überlegung gemacht
  • Verfolgungsflug Drohne zu Auto im öffentlichen Straßenverkehr
  • Die Höhenbegrenzung von 100 Meter ist praktisch scheinbar nicht existent
  • Die Regel „Sichtflug“ ist praktisch nicht existent
  • Aufnahmen in Städten über den Heliports von Kliniken sehen wir regelmäßig, über das Flugareal vorher erkundigen ist nicht üblich.
  • Unbeteiligten Passanten in einem Meter über den Kopf hinweg fliegen ist gut für tolle Aufnahmen
  • Das Nachtflugverbot ist praktisch nicht existent, die Sonne scheint 24 Stunden am Tag.

 

Mission Hub Test

So sieht das Ergebnis aus wenn man einen Waypoint Flug automatisiert. Vorher mit Litchi im Mission Hub geplant, kann man vor allem prima Abstände zu Gebäuden, aber auch der Bahnstrecke planen und kalkulieren. Die Kamera wird automatisiert auf POIs ausgerichtet. Dann fehlt am Ende nur der perfekte Standpunkt um den Kameracopter jederzeit im Auge haben zu können um Notfalls einzugreifen, aber auch der war schnell gefunden. Vom Plan zum Ergebnis in ca. 10 Minuten!

Plan im Litchi Hub

litchi

FlyLitchi Mission

Ergebnis

Viele Einsätze vorerst unmöglich

Mit wirksam werden der neuen Drohnenverordnung zum 7. April 2017 müssen wir mitteilen das ein erheblicher Teil von Projekten derzeit nicht mehr umsetzbar ist. Dies betrifft auch einige bereits vorgeplante Aufnahmen.

Mit der neuen Verordnung, von Verkehrsminister Dobrindt auf den Weg gebracht, wurden einige Neuregelungen durchgeführt welche insbesondere Multicopter wie unsere betreffen.

Insbesondere der Paragraph 21 Punkt 5, indem der Einsatz verboten wird:

über und in einem seitlichen Abstand von 100 Metern von Bundesfernstraßen, Bundeswasserstraßen und Bahnanlagen, soweit nicht die zuständige Stelle dem Betrieb ausdrücklich zugestimmt hat,

hat es in sich. Das man private Betreiber davon abhält ist nachvollziehbar. Wir waren davon ausgegangen das die „zuständige Stelle“, hier wird das jeweilige Landesluftfahrtamt genannt, auch für gewerbliche Zwecke Genehmigungen erteilen kann. Dem ist nun aber scheinbar nicht so, denn auf erste Anfragen hin haben die Ämter angegeben solche Ausnahmegenehmigungen nicht erteilen zu wollen.

Wir sind bisher davon ausgegangen das dieser Punkt einen finanziellen Einfluss auf Einsätze hat durch die notwendige Einholung der Sondergenehmigung und damit anfallenden Gebühren. Da diese aber aktuell gar nicht gegeben wird, wäre der Einsatz an diesem Objekten illegal.

Autofahrer könnten abgelenkt werden

Wir sind vor allem darüber erzürnt wie bei dieser Sache argumentiert wurde. In der begleitenden FAQ zur neuen Verordnung wurde diese Regelung so erläutert das man im besonderen bei den Bundesstraßen die Gefahr sieht das Autofahrer von einer fliegenden Drohne abgelenkt werden könnten. Wir halten das für möglich, aber dann wäre hier keinerlei Unterschied zu machen mit Bundesstraßen oder anderen. Auf allen Straßen wo Autos unterwegs sind besteht die Chance das ein KFZ Führer nicht auf die Straße schaut sondern zu einem Flugobjekt am Himmel, so er dieses wahr nimmt.

Wir bitten um Verständnis das wir diverse Aufträge absagen müssen, aktuell gibt es keine andere Möglichkeit. Wir werden das Thema verfolgen und bleiben dran. Wir hoffen das hier etwas in die Gänge kommt womit das Luftfahrtamt eine entsprechende Genehmigung erteilen kann, die Genehmigung für den Endkunden bezahlbar bleibt und schnell genug eingeholt werden kann. Sollte dies in den nächsten Wochen nicht erfolgen werden wir uns leider aus diesem Wirkungsbereich zurück ziehen.

Wir haben beim Thüringer Landesverwaltungsamt schriftlich nachgefragt wie dies im speziellen in Thüringen in Zukunft gehandhabt werden soll, bisher aber noch keine Antwort erhalten.

SafeDrone Zertifizierung

Unser Pilot hat den Lufthansa SafeDrone Zertifizierungsprozess durchlaufen (Registrierung, Registrierung UAV, Schulung, Prüfung) und wir erklären hiermit auch die Einhaltung des SafeDrone Code of Conduct. Auch wenn diese Regelungen nichts neues darstellen, beinhalten sie doch alle rechtlichen und sicherheitstechnischen Rahmenparameter die man sowieso zwingend beachten sollte wenn man mit Multicoptern gewerbliche Aufnahmen erstellt.

Rückblick 2016

Ein kurzer Rückblick auf das Jahr 2016 welches nun dem Ende entgegen geht.

In diesem Jahr hatten wir unzählige Aufträge und eine kurze Zählung brachte:

  • 4200 Bilder
  • 525 Video Takes
  • 1,2 Terabyte Material
  • 69 Agentur Partner

Da viele der Aufnahmen für Kunden und das TV entstanden sind und diese oft noch gesperrt sind da noch nicht veröffentlicht, haben wir leider nur wenig öffentlich verwertbare Videos. Einige Auszüge von Bildern findet ihr auf www.skyspots.de.

 

Multicopter Schulungen und Befähigungsnachweis

Mittlerweile haben wir nun auch den 40. Befähigungsnachweis im Anschluss an einen unserer intensiven Multicopter Tageskurse ausgestellt.

Auch wenn der Befähigungsnachweis, wie er in der Regel zur Beantragung einer Aufstiegserlaubnis verlangt wird, kein rechtliches Dokument darstellt und es dafür keine Rahmenbedingungen und Vorgaben gibt, so befinden wir uns mit unserer Eigenentwicklung auf dem richtigen Weg. Vor allem das Feedback der Teilnehmer bestätigt uns hier den richtigen Rahmen und die passenden Inhalte gefunden zu haben. Somit lassen sich unsere Schulungsinhalte immer weiter verfeinern und verbessern. Mittlerweile haben wir auch gelernt unsere Drohnen Schulungen auf die Einsatzzwecke der Teilnehmer auszurichten. Egal ob hier ein privater Einsatzzweck verfolgt wird oder ein gewerblicher.

Unsere Schulungen bieten wir nicht mit feststehenden Terminen vorab an. Haben sie Interesse so melden sie dieses bei uns einfach an. (Schulungen von 1 -10 Personen)

Schulung Inhalte

  • Flugsicherheit / Luftfahrtrecht
  • Genehmigungen / Aufstiegserlaubnis
  • Haftpflichtversicherung
  • Betriebszeiten / Betriebsraum
  • Datenschutz / Urheberrecht
  • Multicopter Technik
  • Akku Technik
  • Flugvorbereitung
  • Flugeigenschaften und Manöver
  • Praktische Flugschulung
  • Befähigungsnachweis